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Volkshaus Zürich
Ein Bericht von Michael Albertin www.darkprojekt.ch - albertin@darkprojekt.ch
Nach einem völlig verkorksten Konzert 2004 in Dineklsbühl (D) und einem verregneten, aber tollen Konzert 2005 in Kranichfeld (D), war ich sehr gespannt auf ein Konzert im bekanntermassen nüchternen Zürich.
Wie erwartet empfängt eine lieblose Eingangshalle den Besucher. Auch die Konzert-Halle "erstrahlt" trist. Nur die Bühne ist übersäht mit Blackmore's Night-Kulissen, die ich bereits von Kranichfeld kannte. Die Vorband ist Geschmackssache. Vielen gefällt es, einigen nicht. Ich warte noch ein wenig ab. Gegen 20:45 Uhr ist es dann soweit: Blackmore's Night betreten die Bühne und spielen mehr oder weniger routiniert ihr Repertoir ab. Doch so lieblos wie es sich liest war es nicht. Candice strahlte über das ganze Gesicht, Ritchie gab seine fast nicht zu hörenden Kommentare zum Besten, die Sisters performten unter Beifall ihr Solo und auch die anderen Bandmitglieder bekamen ihre Soli-Minuten. Die Stimmung im Publikum und auf der Bühne war toll und zusammen mit dem teilweise recht hohen Lautstärkepegel sorgte sie dafür, dass niemand nicht in den Bann von Blackmore's Night gezogen wurde.
Doch irgendwann gehen auch die schönsten Momente vorbei. Der Hauptblock war vorüber, die grossen Hits gespielt. Es war also Zeit für den programmgemässen Abgang der Band und das Zugabe-Klatschen vom Publikum. Nach wenigen Sekunden war es dann auch soweit und die Stücke wurden rockiger. Nach einigen überlangen Liedern verschwand Blackmore's Night erneut von der Bühne und der Beifall hielt einige Minuten an. Sie machten es richtig spannend. Kommen sie nochmals? Oder doch nicht? Und .... doch! Sie kamen nochmals zurück und spielen kurzerhand ein halbes Bühnenprogramm ab; einige Stücke wiederum routiniert, andere erfrischend humorvoll. Es folgte ein Lied nach dem anderen. Toll, ein richtiges Erlebnis!
Wie bereits schon einmal erwähnt, geht aber alles mal vorbei. Um 23:20 Uhr, also nach ca. 2.5h, war das Konzert beendet. Schade, ich hätte noch lange der Stimme von Candice zuhören können.
In wenigen Worten zusammengefasst: ein tolles Erlebnis, die Interpretation von "Streets of London" ist aber gewöhnungsbedürftig.
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